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»Ein Tor in die Zukunft der Region« - Spatenstich für das ITZ Plus

Mit dem Spatenstich am 18. September 2020 beginnt im Gewerbegebiet Aspach der Bau eines futuristisch anmutenden Gebäudes, welches 15 Millionen Euro kosten wird: das Innovations- und Technologietransferzentrum Plus, kurz ITZ Plus – ein gewaltiges Projekt mit geballter Kompetenz. Die Partner dieses symbolisch häufig als „Leuchtturm“ bezeichneten Projektes sind die Stadt Biberach als Bauherr und größter Investor, der Landkreis und die IHK Ulm als finanzielle Unterstützer und die Hochschule Biberach als wissenschaftlicher Partner.

Spatenstich ITZ Plus
Spatenstich ITZ Plus

 

In der Stadt Biberach ansässige Unternehmen seien Garanten dafür, dass Biberach „a bissle boomt“, sagte Oberbürgermeister Norbert Zeidler bei der Begrüßung der Gäste am Baugrundstück in Aspach.

Teilweise noch familiengeführt, vereinten sich in diesen Betrieben unternehmerische Weitsicht und Innovationskraft mit einem klaren Bekenntnis zum Standort und zu den Menschen, die hier leben.

Dieser Erfolg sei allerdings kein Selbstläufer. Es brauche eine nachhaltige Standortpolitik und innovative Weiterentwicklungen.

„Bei unserem Innovations- und Technologietransferzentrum Plus hier in Biberach handelt es sich um einen ganz entscheidenden Meilenstein für eine auch zukünftig prosperierende Region“, sagte Zeidler.

Er bedankte sich bei Peter Hauk, dem Minister für ländlichen Raum: „Ohne die äußerst großzügige Förderung aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sowie durch Mittel aus Ihrem Hause, stünden wir heute nicht hier. Dieses Geld ist hier an der östlichen Peripherie des Ländles gut investiert.“

Es gehöre zur DNA des ITZ Plus, dass es im Rahmen des RegioWIN-Programms von Anfang an als Kooperationsprojekt mit regionaler Strahlkraft entwickelt und geplant worden sei. Verschiedene Akteure aus der Region speisten ihre Kompetenzen und Potenziale in dieses Projekt ein.

„Das ITZ ist ein echter Leuchtturm“, sagte der OB. Nikolaus Hertle, den Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, nannte Norbert Zeidler einen fachlich beschlagenen, kompetenten und motivierten Mann.

Minister Peter Hauk erklärte, dass dieses Projekt im ländlichen Raum verwirklicht werde, sei ein Beispiel für die Vielfalt Baden-Württembergs; man spiele nicht Stadt gegen Land aus, sondern investiere gezielt in regionale Wirtschaftsstrukturen. Und Biberach gehöre zu den wirtschaftlich stärksten Regionen in Baden-Württemberg. Hier zeige sich, dass Weltmarktführer und ländlicher Raum bestens zusammenpassten.

Das ITZ Plus verknüpfe künftig Wirtschaft und Wissenschaft, was zum einen hilfreich gegen Fachkräftemangel sei, zum anderen einem stetigen Ausbau der Hochschule Vorschub leiste. Es helfe, junge Menschen für ein Studium in Biberach zu begeistern. Hier werde sozusagen die letzte Lücke geschlossen; das ITZ Plus bilde eine ideale Ausgangslage für studentische Gründer und Start-ups.

Das Land habe 6,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung zur Verfügung gestellt und werde weitere 400 000 Euro für den Betrieb bezahlen.

Landrat Heiko Schmid sagte, nachdem der Landkreis sich von Anfang an der Entwicklung des Hochschulcampus im Aspach ideell und finanziell beteiligt habe, sei er auch dieses Mal mit einem namhaften Betrag dabei. Denn das ITZ Plus, die dortigen Forschungseinrichtungen, die Räumlichkeiten für Existenzgründer und junge Unternehmen kämen dem gesamten Landkreis und der gesamten Region zu Gute. „Geht es der Stadt Biberach gut, geht es dem Kreis und der Region gut“, betonte der Landrat.

Friedrich Kolesch, Vizepräsident der IHK Ulm, bezeichnete das neue ITZ Plus als ein „Tor in die Zukunft der Region“. Ein ganz wesentlicher Aspekt, um bei dem 2013 gestarteten Wettbewerb „RegioWIN“ erfolgreich zu sein, sei es gewesen, einen sogenannten Leadpartner zu finden.

Und die IHK Ulm habe diese Herkulesaufgabe angenommen. „Ich darf sagen, die IHK Ulm hat diese Aufgabe auch erfolgreich ausgefüllt.“ Das ITZ Plus sei ein weiterer, sehr wichtiger Baustein, um die klaffende Lücke an Forschungs- und Innovationsinfrastruktur im Osten Baden-Württembergs zu schließen.

In diesem Zentrum werde der Austausch von Wissen, der Transfer von den Forschungsergebnissen hin zu den Anwendern gelebt und umgesetzt. Die IHK habe sich bereit erklärt, die Vorbereitung und den Betrieb der ITZ Plus GmbH mit bis zu 750 000 Euro in einem Zeitraum von 15 Jahren zu unterstützen. „Das sind Beitragsgelder unserer Mitglieder“, betonte Kolesch.

Andre Bleicher, Rektor der Hochschule Biberach, sagte, die Hochschule Biberach sei stolz auf die Rolle des wissenschaftlichen Partners. „Das ist das Überlebensmittel für uns, denn gute Lehre ist immer forschungsgetrieben.“ Heute müsse man mit sieben Bällen jonglieren, um zu bestehen. Und mit dem ITZ Plus werde zwingend ein Forschungsimpuls für die Hochschule gesetzt.

 

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